Ratgeber
Bevor du teilnimmst
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Seriöses Gewinnspiel erkennen
Ein sauberes Gewinnspiel nennt im Impressum den Veranstalter, hat vollständige Teilnahmebedingungen mit Teilnahmeschluss, Preisen und Benachrichtigung — und kostet nichts. Fehlt eines davon, mach nicht mit.
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Abzocke vermeiden
Gebühr für den angeblichen Gewinn, gefälschte Gewinnmails, Abofalle hinter dem Formular, Datensammler mit langer Sponsorenliste. Wer Geld für einen Gewinn verlangt, verlost keinen.
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Gewinnchancen einschätzen
Kleine und regionale Gewinnspiele haben weniger Teilnehmer, und viele Gewinne schlagen einen großen. Quiz oder Kreativaufgabe schrecken Mitbewerber ab. Höhere Chancen gegen Geld gibt es nicht.
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Richtig teilnehmen
Leg eine eigene E-Mail-Adresse nur für Gewinnspiele an und trag echte Daten ein — eine Fantasieadresse kostet dich den Gewinn, nicht den Veranstalter. Werbe-Häkchen sind freiwillig, Pflichtfelder nicht.
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Der teuerste Fehler
Die Gewinnbenachrichtigung landet im Spam-Ordner, die Annahmefrist läuft ab, der Gewinn ist weg. Wer teilnimmt, schaut dort regelmäßig nach.
Du hast gewonnen
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Frist, Kosten, Barauszahlung
Antworte innerhalb der genannten Frist und zahle nichts: eine Gewinnbenachrichtigung, die Geld verlangt, ist keine. Bei einer Gewinnzusage kann § 661a BGB einen Anspruch begründen. Bargeld statt Sachpreis gibt es nur, wenn die Teilnahmebedingungen es einräumen.
Daten und Werbung
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Was mit deinen Daten passiert
Pflichtangabe und Werbe-Einwilligung sind zwei Dinge: Die Einwilligung darf keine Bedingung für die Teilnahme sein und nicht vorausgewählt ankommen. Auskunft, Löschung und Widerruf kannst du jederzeit verlangen; antwortet niemand, hilft die Datenschutz-Aufsichtsbehörde deines Bundeslandes.
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Werbung wieder loswerden
Jeder Newsletter braucht einen Abmeldelink; die Einwilligung kannst du jederzeit ganz widerrufen. Werbeanrufe ohne Einwilligung sind unzulässig — zuständig ist die Bundesnetzagentur. Gegen Werbepost hilft die Robinsonliste, aber nur bei Firmen, die sie freiwillig beachten.
Preise, Rabatte, Rücksendung
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Was ein Rabatt wirklich aussagt
Eine Preisermäßigung muss sich auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage beziehen. Ein Streichpreis gegen die UVP ist kein Rabatt, sondern ein Vergleich mit einer Empfehlung. Vergleiche den Endpreis samt Versand, bei Lebensmitteln den Grundpreis.
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Widerruf und Rücksendung
14 Tage Widerrufsrecht ab Erhalt, außer bei personalisierter Ware und geöffneten Hygieneartikeln. Schickst du nur einen Teil einer Bestellung mit Rabattcode zurück, wird der Rabatt anteilig verrechnet. Die Hinsendekosten trägt der Händler, die Rücksendung du, wenn er darauf hingewiesen hat.
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Abo-Fallen
Ein kostenloser Testmonat wird ohne Kündigung automatisch zum Abo, oft mit Jahresbindung. Trag das Enddatum sofort in den Kalender ein und prüfe vorausgefüllte Häkchen.
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Wie sich Gutscheinportale finanzieren
Sie verdienen an einer Provision, wenn du über ihren Link kaufst — der lukrativste Code ist deshalb nicht immer der beste. Ein sauberes Portal kennzeichnet bezahlte Links dort, wo geklickt wird.
Gratisproben
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Was eine echte Gratisprobe ist
Das Produkt kostet 0 Euro; eine klar ausgewiesene Versandpauschale darf anfallen, eine Bearbeitungsgebühr per Vorkasse nie. Zahlst du zuerst den vollen Preis und bekommst ihn später erstattet, ist das Cashback und keine Probe.
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Unseriösen Anbieter erkennen
Kein Impressum, eine verlangte Vorkasse oder künstlicher Zeitdruck sind jedes für sich ein Warnzeichen. Seit Mai 2024 verlangt § 5 Digitale-Dienste-Gesetz von jeder geschäftsmäßigen Aktionsseite Name, ladungsfähige Anschrift und eine schnelle Kontaktmöglichkeit.
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Welche Daten eine Probe braucht
Für eine Probe reichen in aller Regel Name, Lieferanschrift und eine E-Mail-Adresse; Zahlungsdaten braucht keine. Die Werbe-Einwilligung wird üblicherweise per Double-Opt-in bestätigt — für solche Anmeldungen lohnt sich eine Zweit-E-Mail.
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Portofrei oder gegen Pauschale
„Gratis" und „ohne Versandkosten" ist nicht dasselbe. Kleine, leichte Proben kommen meist portofrei; bei schwereren Sendungen wie Lebensmitteln geben Anbieter das Porto oft weiter. Der Produktpreis bleibt dabei 0 Euro.
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Welche Haken in Ordnung sind
Ein Haken macht ein Angebot nicht unseriös, solange er offen dasteht: eine jederzeit kündbare Newsletter-Anmeldung, die Postadresse für den Versand, eine kurze Umfrage oder Produktbewertung nach dem Test.
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Wenn „gratis" nur im Namen steht
Manche Einstiegspakete tragen „gratis" oder „Kostprobe" im Namen und kosten trotzdem: Royal Canins Kitten Starter Pack zuletzt ab 7,90 Euro, GranataPets Kostprobe rund 10 statt 24,90 Euro. Der Warenkorb sagt, was wirklich gilt.
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Selbst beim Hersteller anfragen
Du darfst einen Hersteller direkt nach einer Produktprobe fragen — das ist ein gewöhnlicher Kundenservice-Kontakt. Ein Anspruch entsteht daraus nicht; ein Teil der Anfragen wird nur mit einem Standardschreiben beantwortet.
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Wenn die Probe nicht ankommt
Eine Gratisprobe ist eine freiwillige Marketingmaßnahme. Weil kein Kaufpreis fließt, gibt es in aller Regel keinen durchsetzbaren Lieferanspruch. Viele Aktionen nennen keine feste Lieferzeit und versenden begrenzte Kontingente erst nach Wochen.